Zeche Franziska
Bereits einige Male ist der Name Franziska bisher genannt worden. Durch verschiedene Konsolidationen ist die dadurch entstandene Zeche Ver. Hamburg und Franziska die größte Anlage auf Wittener Gebiet gewesen.

Wie bereits erwähnt, war durch Zusammenschluss 1839 Franziska Tiefbau entstanden, die über den 1837 abgeteuften Schacht Hardt 1839 die erste Fördersohle bei 80 m erreichte. 1846 erfolgte eine Erweiterung der Konsolidation um Franziska Erbstollen und 1853 um Franziska Schiffahrt und Löbliche Vorsicht. Bereits 1849 erhielt die Zeche einen Bahnanschluss. Als zweiter Schacht wurde 1852 der Schacht Eleonore abgeteuft. Mit einer Belegschaft von 200 Mann konnten im gleichen Jahr 50.000 t gefördert werden.

1858 erreichte man auf dem Schacht Eleonore die zweite Sohle in 130 m Tiefe. 1872 bauten rd. 600 Belegschaftsmitglieder 165.000 t Kohle ab. 1882 erhielt die Anlage eine Kohlenwäsche und die erste Brikettpresse.

1890 musste auf der 5. Sohle eine 2. Wasserhaltungsmaschine eingesetzt werden.

Zwischen 1895-1896 erfolgten drei weitere Zusammenschlüsse, zuerst mit Ver. Wallfisch, dann mit Hamburg und schließlich mit Ringeltaube. Mit einer Belegschaft von 1200 Mann wurde 1904 eine Förderleistung von 317.000 t erzielt.

Insbesondere durch die Verbindungen mit Ver. Wallfisch in Stockum und Hamburg in Armen erstreckte sich der Kohlenabbau nahezu unter dem gesamten Wittener Stadtgebiet, die weiteste Entfernung von den Schachtanlagen Franziska in unmittelbarer Nähe von Haus Berge erreichte eine Länge von rd. 5 km. Hierdurch bedingt häuften sich die Bergschäden an den öffentlichen Gebäuden und Wohnhäusern. Die 1890 erbaute Gedächtniskirche zeigte schon 4 Jahre später Risse. Der Vorgang wiederholte sich 1923 und 1924 stürzte sogar ein Teil des Mittelschiffes ein. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten im Ersten Weltkrieg ging die Kohleproduktion erheblich zurück.

1925 wurden die Anlagen von Franziska und Hamburg geschlossen, wobei über 2.000 Arbeiter und Angestellte entlassen wurden. Die Anlagen sämtlicher großer Zechen Wittens wie Bommerbänker Tiefbau, Helene, Herbede, Klosterbusch, Franziska und Hamburg sind längst abgebrochen und haben so über Tage keine Spuren hinterlassen.

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