Erholung in Witten

Etwa 58 % der gesamten Fläche der Stadt Witten ist Grün- und Wasserfläche. Hier gibt es viele Möglichkeiten zur Entspannung und Erholung. Nachfolgend sind nur einige Beispiele aufgeführt.


Naherholungsgebiet Hohenstein

Der Hohenstein ist ein Ausläufer der Ardeygebirges. Unabhängig von der Jahreszeit kann man sich hier erholen und entspannen. Das gesamte Gebiet kommt ohne kommerziellen Rummel aus. Vielfältige Möglichkeiten, wie Spiel- und Liegewiesen, Grillplätze, Spielplätze, Tischtennisplatten, Volleyball- und Basketballfelder, Freiluftschach, Dam- und WIldschweingehege, Streichelzoo und Lehrbienenstand bieten Entspannung und Erholung für Groß und Klein.
Eine herrliche Aussicht über das obere Ruhrtal bietet das Berger-Denkmal. Es erinnert an Louis Constanz Berger (1829-1891), der sich im 19 Jh. um die Wittener Wirtschaft verdient gemacht hat.
Blick auf den Hohenstein aus dem Ruhrtal
Blick aus dem Ruhrtal


Freizeitzentrum Kemnade

Der 1980 eröffnete Kemnader See ist der jüngste der Ruhrstauseen. Hiermit sollte ein großes und attraktives Freizeitgebiet vor den Toren des Ruhrgebiet geschaffen werden. Das Freizeitzentrum bietet rund um den Kemnader Stausee eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten:

Hafen Heveney
Hafen Heveney am Kemnader See

Weitere Informationen erhält man auf der Homepage der Freizeitzentrum Kemnade GmbH.

Am nördlichen Ende des Kemnader Stausees liegt der Yachthafen Heveney mit Liegeplätzen für Boote der ansässigen Segelvereine und der Wassersportschule Kemnade. Auch ein Bootsverleih ist hier beheimatet. An einem Kiosk mit Cafeterrasse kann man sich nach einem Spaziergang erfrischen.

Ganz in der Nähe - auf der anderen Uferseite - liegt das Freizeitbad Heveney. Eine Warmbadehalle, Hot-Whirl-Pool sowie Außenschwimmbecken mit Wasserrutsche bieten dem Besucher viel. Auch  Krafttraining kann hier betrieben werden. Eine Sauna bietet weitere Entspannung. Drei Restaurants sorgen für das leibliche Wohl.

Am Südende des Kemnader Sees liegt die Wasserburg Haus Kemnade. Sie wurde im 17. Jahrhundert auf den Grundmauern einer 1589 durch Feuer zerstörten Burganlage erbaut. Ehemals Befestigungsanlage zur Sicherung des Ruhrübergangs, beherbergen die Gebäude heute das Heimatmuseum der Stadt Bochum und ein Restaurant.

Der Botanische Garten der Ruhr-Universität Bochum liegt nur wenige Minuten vom Hafen Heveney entfernt. Er ist bequem zu Fuß erreichbar. Die großzügige, terrassenförmige Anlage zeigt Zier- und Nutzpflanzen aus allen Teilen der Erde. Besonders interessant sind hier die Kakteeen- und Sukkulentenhäuser sowie das Tropenhaus mit seinen Bäumen und Kräutern der Regenwälder, Vertretern der Mangrovenzonen bzw. Sumpf- und Wasserpflanzen.


Bergbaurundwanderweg Muttental

Wie sonst wohl nirgendwo, sind in einem Seitental der Ruhr auf engem Raum die Zeugnisse einer jahrhundertlangen Bergbautradition erhalten geblieben. Bevor 1976 die letzte Zeche auf Wittener Stadtgebiet ihre Tore schloss, suchten hier Bergleute mehr als 450 Jahre nach Steinkohle und hinterließen dabei deutliche Spuren. Heute führt ein 9 km langer Rundweg durch das Grün der südlichen Ruhrberge, vorbei an alten Stollen, Förderanlagen und Zechengebäuden.
Muttental/Bergbaurundweg
Muttental/Bergbaurundweg

Im sogenannten Bethaus der Bergleute befindet sich die Dauerausstellung "Vom Bethaus zur Kohle". Besonders attraktiv ist eine Einfahrt in den Besucherstollen der Tiefbauzeche Nachtigall.
Der historische Betraum im Obergeschoß des Hauses steht Firmen, Vereinen und Privatpersonen ganzjährig für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung, für Familienfeiern oder Betriebsfeiern ebenso wie für Arbeitstagungen und Konferenzen im kleinen Rahmen.

Bethaus der Bergleute
Bethaus der Bergleute im Muttental


Tiefbauzeche Nachtigall

Die Zeche Nachtigall war die erste Grube südlich der Ruhr, die 1832 eine Dampfmaschine zur Wasserhaltung einsetzte und so Kohle im Tiefbau gewinnen konnte. Die Gebäude werden zur Zeit restauriert und nach Fertigstellung als Zweigstelle des Westfälischen Industriemuseums dienen. Sie beherbergen eine dokumentarische Dauerausstellung zur Geschichte der Zeche Nachtigall sowie die kleinste noch arbeitende Dampffördermaschine des Ruhrbergbaus.
Zeche Nachtigall
Zeche Nachtigall


Burgruine Hardenstein

Vermutlich schon im 13. Jahrhundert vorhanden, war die Burg Hardenstein Besitz der Familie von Hardenberg, eines Hochadelgeschlechts aus dem Bergischen Land. Der Sage nach lebte bei dem damaligen Besitzer Neveling von Hardenberg ein Zwerg namens König Goldemar, der ihn beriet, vor Feinden warnte, mit ihm trank und spielte. Goldemar war unsichtbar, nur seine Hände, die kalt und mager waren, ließ er fühlen. Als ein Küchenjunge versuchte, Goldemar mit Hilfe ausgestreuter Erbsen und Asche sichtbar zu machen, hatte dies fürchterliche Folgen:
Der Zwerg schlug den Küchenjungen in Stücke, röstete und kochte ihn und verschwand daraufhin unter schrecklichen Flüchen.
Burgruine Hardenstein
Burgruine Hardenstein


Haus Witten

Der ehemalige Adelssitz entstand im 15. Jahrhundert infolge von Familienstreitigkeiten der Herrschaften von Witten-Steinhausen, die bis etwa 1470 auf Schloß Steinhausen am südlichen Ruhrufer lebten.
1790 wurde Haus Witten an einen Bürgerlichen verpachtet und war dann lange Jahre das Betriebsgebäude der Stahlfabrik Lohmann. Friedrich Lohmann war einer der ersten Industriellen in Witten und machte sich einen Namen durch die Herstellung von Tiegelgußstahl. Die Bomben des 2. Weltkrieges machten Haus Witten über Nacht zur Ruine. Haus Witten wurde restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier sind nun die VHS und die Musikschule der Stadt Witten beheimatet.
In den Sommermonaten wird der Burghof zum Film-, Theater- und Kleinkunst-Forum.

Haus Witten
Haus Witten


Haus Herbede

Haus Herbede, dessen Geschichte bis zum Jahr 1019 zurückverfolgt werden kann, ist das älteste Herrenhaus im mittleren Ruhrtal. Das Haus selbst stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert und war Sitz der Herren von Elverfeldt, die über Jahrhunderte hinweg die Schutz- und Gerichtsherrenrechte über Herbede besaßen. Das heute unter Denkmalschutz stehende Haus wurde zu einer öffentlichen Begegnungsstätte mit Restaurant, Galerie, Veranstaltungsräumen und Künstlerhof umgebaut.
Haus Herbede
Haus Herbede


Schloß Steinhausen

Als einzige Höhenburg im Stadtgebiet ist Schloß Steinhausen neben Haus Witten die wichtigste Burganlage im Wittener Raum. Bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts war hier der Sitz der Wittener Adelsfamilie und des Eigengerichts Witten. Später gingen die Gerichtsherrenrechte an das neu erbaute Haus Witten. 1732 gelangte das Schloß Steinhausen durch eine Schenkung in den Besitz der Familie von Elverfeldt, die es 1851 an holländische Kaufleute veräußerte. Es befindet sich noch heute in Privateigentum.

Schloß Steinhausen
Schloß Steinhausen

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